Leiden und «Lust» in der Fremdenlegion

Autor/innen

  • Christian Koller

DOI:

https://doi.org/10.24445/conexus.2018.01.008

Abstract

Den harten Kern der französischen Streitkräfte bildeten die Söldner der Fremdenlegion, deren Leiden und «Lust» in ihren unterschiedlichen Facetten aus einer auf Selbstzeugnissen basierenden Alltags- und Innenperspektive untersucht werden. In Bezug auf das Leiden waren die Legionäre Opfer und Täter. Einerseits wurden sie schikaniert, unterlagen einem drakonischen Disziplinar- und Strafsystem und litten nicht nur physisch, sondern auch psychisch - die meisten Legionäre erlebten depressive Anfälle. Andererseits waren sie als Täter in Folter, Massaker und andere Grausamkeiten des Imperialkrieges involviert und fügten anderen Menschen schweres Leid zu. In Bezug auf die Lust der Legionäre werden ihre erotischen und sexuellen Beziehungen untersucht: die oft stabilen, eheähnlichen homosexuellen Verbindungen, die Frequentierung von Truppenbordellen und nordafrikanischen Bordellstädten und schliesslich die Liebesbeziehungen zu einheimischen Frauen.

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Veröffentlicht

2018-11-07 — aktualisiert am 2020-12-30

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Zitationsvorschlag

Koller, C. (2020). Leiden und «Lust» in der Fremdenlegion. Conexus, 1, 97–122. https://doi.org/10.24445/conexus.2018.01.008 (Original work published 7. November 2018)

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