«Learning and Confirming» in Pharmaforschung und -entwicklung. Von Sackgassen und Durchbrüchen

  • Thomas D. Szucs
  • Tämer El Saadany

Abstract

Louis Shreiner prägte den Begriff «Learn and Confirm», um die Trennung von Früh- und Spätphase der Medikamentenentwicklung zu bezeichnen. Frühe oder «Lern»-Phasen dienen der Charakterisierung des Medikaments. Die Beschreibung der Dosis-Wirkung, das Testen von Biomarkern und die Patientenauswahl sind die Ziele der frühen Phasen. Die späten Phasen, für Wirksamkeit und Sicherheit, sind zur Bestätigung, weil sie teuer und langwierig sind. Tritt das Lernen von Arzneimitteleigenschaften noch in einer späten Phase auf, besteht ein hohes Risiko des Scheiterns. Typischerweise gibt es Budget- und Zeitdruck, um die klinische Entwicklung zu beschleunigen, indem Phasen kombiniert oder überlagert werden und Fragen auf diejenigen beschränkt werden, die für den Phasenübergang erforderlich sind. Etwa neun von zehn Medikamentenkandidaten erhalten keine Zulassung, was enorme Auswirkungen auf die Gesamtkosten der Medikamentenentwicklung hat. Doch was treibt diese Misserfolge an und wie kann die Forschung die Produktivität bei der Verlagerung von Medikamentenkandidaten aus dem Labor in die Klinik verbessern? Und besonders: Wie lernen wir aus Fehlern?

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Veröffentlicht
2019-09-03
Zitationsvorschlag
Szucs, T. D., & El Saadany, T. (2019). «Learning and Confirming» in Pharmaforschung und -entwicklung. Von Sackgassen und Durchbrüchen. Conexus, 2, 63-76. https://doi.org/10.24445/conexus.2019.02.006