Cholesterin und Atherosklerose - landläufige Irrtümer und wissenschaftliche Erkenntnisse

Autor/innen

  • Isabella Sudano

DOI:

https://doi.org/10.24445/conexus.2019.02.007

Abstract

Der Zusammenhang zwischen Cholesterin und Atherosklerose ist eine der bestbelegten Hypothesen in der Medizin. Genetik, Epidemiologie und Interventionsstudien zeigen, dass hohes Cholesterin zu Atherothrombose führt und umgekehrt LDL-Cholesterinsenkung das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen erheblich reduziert. Nichtsdestotrotz zirkulieren immer noch viele Stereotypen und Behauptungen, die Patienten mit Dyslipidämie verunsichern. So wird beispielsweise der Einfluss der Ernährung und des Lebensstils überschätzt. Heute verfügen wir über fundierte und bessere Kenntnisse der verschiedenen Arten von Cholesterin und seiner Wirkung auf das Herzkreislaufsystem, aber die Unterscheidung zwischen «bösem» und «gutem» Cholesterin ist eine grobe Vereinfachung. Aktuell gibt es mehrere pharmakologische Therapien, die sicher und effizient Gefässe vor den negativen Effekten von Cholesterin schützen können. Doch jedes Medikament hat Nebenwirkungen, so dass ein wichtiger Aspekt der Kunst der Medizin die Personalisierung der Therapie für jeden einzelnen Patienten ist – nicht nur hinsichtlich Risikoprofiloptimierung, sondern auch hinsichtlich der Verträglichkeit und des Krankheitsverständnisses.

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Veröffentlicht

2019-09-04

Zitationsvorschlag

Sudano, I. (2019). Cholesterin und Atherosklerose - landläufige Irrtümer und wissenschaftliche Erkenntnisse. Conexus, 2, 77–89. https://doi.org/10.24445/conexus.2019.02.007