Verantwortung in der Tiermedizin
DOI:
https://doi.org/10.24445/conexus.2022.04.007Abstract
Ziel dieses Beitrags ist es, aus der Perspektive der Amtstierärztinnen und -ärzte im Seuchengeschehen die Frage nach Fremd- und Selbstbestimmung anhand der Bestimmung der eigenen Verantwortung zu betrachten. Als Fallbeispiel dient die Tötung von 17 Millionen Zuchtnerzen im Zuge der Covid-19 Massnahmen in Dänemark. Bei der Tierseuchenbekämpfung wird die Massentötung von Tieren seit langem kontrovers diskutiert. Als ethisch problematisch wird dabei vor allem das Töten gesunder Tiere gesehen. Amtstierärzten und -ärztinnen, die als Vertretung des Staates fungieren, kann es passieren, dass sie amtlich angeordnete Massentötungen durchführen müssen und dabei in ein Spannungsfeld zwischen den amtlichen Vorgaben, einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit, den Tierhaltern und auch der eigenen Einschätzung, dem eigenen Gewissen, geraten. Als möglichen Ansatz, wie sich in diesen Situationen die eigene Verantwortung besser verstehen und einordnen lässt, wird der mehrstellige Verantwortungsbegriff des Tierethikers Günter Ropohl diskutiert.
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