Um jeden Preis freiwillig?
Praktiken von Arbeit und Vergnügen auf Twitch
DOI:
https://doi.org/10.60135/werkstuecke.00.2023.3Abstract
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Bewegte Bilder, Farben, Animationen und überall der rot leuchtende ‹Live›-Knopf, der anzeigt, dass eine Übertragung stattfindet – das ist der Anblick, der sich bietet, wenn man die Homepage von twitch.tv aufruft. Sofort sind wir mittendrin: Zahlreiche kleine Fenster gewähren Einblicke in fremde Zimmer, in welchen unterschiedlichste Menschen sich bei ebenso unterschiedlichen Aktivitäten filmen, während das online zugeschaltete Stream-Publikum das Geschehen zeitgleich verfolgt. Man sieht geteilte Bildschirme, auf denen sich die epischen Narrative beliebter Computergames entfalten, DJs, deren Set man mitverfolgen kann, es wird vor laufender Kamera gekocht. Sogar Webcams, die etwa aufzeichnen, wie junge Falkenküken in einem Zoo in Chicago ihre ersten Flugversuche unternehmen, streamen live. Kategorien mit Namen wie ‹just chatting›, ‹Spiele›, ‹Creative› oder ‹IRL› (in real life) sortieren die Streams und dienen zur Orientierung in dieser weiten, globalen Onlinewelt. Am unteren Rand des Bildschirms grüsst eine animierte Katze mit Sonnenbrille und lädt Besucher:innen zum Verweilen ein: «Tritt der Twitch-Community bei!» Ihre Botschaft ist klar: Auf Twitch schaust du nicht nur zu – du kannst Teil von etwas sein.
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