Spenden für ein Kinderspital
Versprechungen der Online-Philoanthropie und strukturelle Herausforderungen
DOI:
https://doi.org/10.60135/werkstuecke.00.2023.5Abstract
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Wer ans Spenden für ein Kinderspital denkt, hat vermutlich zunächst einmal Bilder von tapferen Babys oder Kindern im Kopf, die – angehängt an diverse Schläuche und Geräte – gegen schwere Krankheiten kämpfen oder ihren Helfer:innen und Unterstützer:innen mit einem Hoffnung und Zuversicht versprühenden Lächeln «Danke» sagen. Woher kommen diese Bilder, mit denen Emotionen geweckt und Bezüge hergestellt werden? In Umlauf gebracht werden sie unter anderem physisch durch Spendenbriefe und Broschüren sowie über verschiedene Online-Fundraising-Kanäle: mit Spendenkampagnen. Ein Kinderspital in einer Schweizer Grossstadt sammelt derzeit Geld, um ein neues, modernes Gebäude fertig zu bauen. Dafür, aber auch für eine ganze Reihe von Angeboten im alltäglichen Betrieb der Einrichtung, die durch Krankenkassen nicht abgedeckt werden, betreibt die privatrechtliche Stiftung, die das Spital trägt und fördert, professionelles Fundraising. Die Stiftung ist auch Mitglied eines Online-Portals namens Stiftung Schweiz, das sich selbst als das «digitale Ökosystem der Schweizer Philanthropie» bezeichnet.
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